Der Wels

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Der Wels 

Langgestreckter schleimiger Körper, im hinteren Teil stark seitlich abgeflacht; im vorderen Teil an der Bauchseite abgeplattet, mit kräftigem Kopf und breitem, leicht oberständigem Maul. Beide Kiefer, Gaumen und Pflugscharbein mit kleinen, scharfen Hechelzähnen. Am Oberkiefer zwei sehr lange in alle Richtungen bewegliche Bartfäden, am Unterkiefer vier kürzere. Sehr kleine Rückenflosse im vorderen Rückenbereich und ausserordentlich lange Afterflosse. Keine Schuppen, sehr kleine Augen. Rückenfärbung schwärzlich blau, braun oder grünlich, Flanken etwas heller, mit dunkler Marmorierung. Bauchseite schmutzig weiss, manchmal mit rötlichem Glanz. Länge bis 2.5 m, maximal 5 m (300 kg).

Fangmethoden

Ein kapitaler Wels stellt höchste Anforderungen an die Belastbarkeit des Angelgerätes und die Kraft des Anglers. Die meisten Welse werden beim Grundbleifischen gefangen, obschon bekannt ist, dass vor allem die grossen Welse regelmässig nahe der Wasseroberfläche auf Beutejagd gehen. Auch beim Schleppfischen auf Hechte werden gelegentlich Welse gefangen. Bekannte Köder sind Köderfische, Maulwurfsgrillen, aber auch Hühnerdärme und andere Innereien. Beim Schleppfischen sind auch Wobbler und Löffel erfolgreich. Ein spezieller Trick beim Welsfang ist das akustische Anlocken mit dem sog. "Wallerholz" wie es zum Beispiel in Ungarn noch häufig praktiziert wird. Obschon der Wels dämmerungs- und nachtaktiv ist, kann er vor allem im Hochsommer durchaus auch tagsüber gefangen werden.